Gefahrgutfahrerschulung ADR

Das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route), wurde am 30. September 1957 in Genf geschlossen. Es enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.

Das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route), wurde am 30. September 1957 in Genf geschlossen. Es enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut. Das Abkommen wird alle zwei Jahre an die neuesten technischen und juristischen Erkenntnisse angepasst. Die neueste Version stammt von 2017.

Vertragsstaaten

Derzeit gibt es folgende 49 ADR-Mitgliedsstaaten:

Albanien, Andorra, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Republik Moldau, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Weißrussland und Zypern.

Funktion/Wozu ist die ADR Bestimmung gut?

Irgendwie muss gefährliches Stück und Schüttgut auch von A nach B transportiert werden. Wie so oft gilt auch hier „gewusst wie“, damit weder der Fahrer, noch die Umwelt, noch unbeteiligte Personen gefährdet werden. Dieses „wie“ erlernen Sie in einem einwöchigen ADR Basis-Kurs bei uns in der FAR, mit Abschlussprüfung. Nach erfolgreicher Prüfung sind Sie berechtigt, die meisten gefährlichen Stoffe zu transportieren. Sobald Sie die Prüfung erfolgreich absolvier haben, dürfen Sie diese Gefahrgüter befördern:

Das ADR regelt unter anderem

  • die Einstufung der zu transportierenden Güter als Gefahrgut und die zugehörigen Sicherheitsmaßnahmen

  • Bezettelung (Kennzeichnung) und Dokumentation wie Beförderungspapier und schriftliche Weisung eines Gefahrguttransports

  • den Bau und Prüfvorschriften von Behältern, Tanks und Fahrzeugen für Gefahrguttransporte

  • Befreiungen von der Einhaltung der Regeln des ADR

  • multimodale Gefahrguttransporte (Straße, Bahn, Schiff oder Flugzeug)

Das ADR fordert unter anderem, dass

  • der Fahrer in vielen Fällen einen Gefahrgutführerschein besitzen muss. Seit 2013 gibt es eine sogenannte ADR-Karte, die inhaltlich mit der zuvor erforderlichen ADR-Bescheinigung übereinstimmt.

  • alle am Umschlag und Transport Beteiligten Sachkenntnisse über die Gefahrgutvorschriften nachweisen müssen.

  • die Unternehmen, die Gefahrgüter befördern, einen Gefahrgutbeauftragten haben müssen.

Fahrzeug

Gefährliche Stoffe müssen in speziellen Fahrzeugen transportiert werden. Diese sind extra für Gefahrgutbeförderung zugelassen (Tankfahrzeuge und Fahrzeuge für den Transport von explosiven Stoffen und Gegenständen mit Explosivstoff). Außerdem müssen beim Gefahrgut-Transport noch folgende Vorschriften beachtet werden:

  • Die Fahrzeuge müssen eine vom Fahrzeuggewicht abhängige Feuerlöschausrüstung besitzen.

  • Sie müssen zwei selbststehende, reflektierende Warnzeichen (zwei Blinklichter oder zwei Warndreiecke oder zwei Pylone - Verkehrswarnleitkegel) mitführen

  • Die Transportfahrzeuge brauchen Keile, passend zur Fahrzeugmasse und zum Raddurchmesser (für Zugmaschine und -wenn vorhanden- für Anhänger oder Auflieger)

  • Es müssen vorne und hinten Warntafeln angebracht werden, wenn die Freigrenze überschritten und u. U. Gefahrenzettel rechts und links sowie am Heck des Fahrzeugs

  • Der Fahrer muss Augenspülflüssigkeit dabei haben (nicht erforderlich für die Klassen 1 und 2)

  • Zu der Ausrüstung eines Gefahrgut-Fahrzeugs gehören eine Schaufel, eine Kanalabdeckung sowie ein Auffangbehälter aus Kunststoff (nur erforderlich für die Klassen 3, 4.1, 4.3, 8 und 9)

Kennzeichnung

Transportverpackungen und Fahrzeuge für Gefahrgüter müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Die Fahrzeuge müssen außen eine Gefahrentafel haben (orangefarbene Warntafel) mit der Gefahrnummer und UN Nummer.

ADR-Schein Basiskurs

Wenn Sie auch Gefahrgut transportieren wollen, MÜSSEN Sie einen Basiskurs absolvieren. Er schließt mit einer Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab. Danach sind Sie berechtigt Gefahrguttransporte für Stück- und Schüttgut (mit Ausnahme der Klassen 1 und 7) durchzuführen. Diese ADR Bescheinigung ist für fünf Jahre gültig. Im Basiskurs werden die allgemeinen Vorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter durchgenommen und die folgenden weiteren Themen:

  • Umweltschutz

  • Verhalten nach einem Unfall

  • Kennzeichnung von Gefahrguttransporten und Vorsichtsmaßnahmen

Aufbaukurs Tanktransporte

„Nur die ganz Dummen, oder ganz Armen frieren“ (Sprichwort). Aus diesem Grund machen Heizöl und Diesel mehr als die Hälfte aller Gefahrguttransporte aus. Da die Auto-Industrie stetig wächst nehmen Transporte von Benzin rund 27 Prozent ein. Wenn Sie den Ehrgeiz haben Tanklastfahrzeuge zu steuern, benötigen Sie noch zusätzlich zum ADR-Schein den Aufbaukurs Tanktransporte. Die erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung mit abschließender IHK-Prüfung und ADR-Schulungsbescheinigung berechtigt Fahrer/-innen dazu, Tanktransporte gemäß den Gefahrgutvorschriften für die Straße durchzuführen.

Aufbaukurs Klasse 1

Sie möchten explosionsgefährliche Stoffe von A nach B bringen? Das setzt den Aufbaukurs Klasse 1 voraus und natürlich auch den Abschluss des ADR Basiskurses. Nachdem Sie dieses zusätzliche Seminar erfolgreich vor der IHK abgeschlossen haben, sind Sie zu folgenden Transporten berechtigt:

  • Durchführung von Stückguttransporten mit Explosivstoffen und

  • Gegenständen mit Explosivstoffen.

Aufbaukurs Klasse 7

Sie möchten radioaktive Stoffe transportieren? Können Sie machen. Aber erst nachdem Sie einen Aufbaukurs „Klasse 7“ gemäß „7, 8.2 ADR“ erfolgreich abgeschlossen haben. Dieses Aufbauseminar basiert ebenfalls auf dem ADR-Grundkurs. Er endet mit einer IHK-Prüfung.

Die Kurse sind zertifiziert und werden unter gewissen Umständen von der Agentur für Arbeit gefördert. Ihnen fehlt das Geld, um an der ADR Basis-Schulung teilnehmen zu können, oder auch an einem Aufbaukurs? Die FAR hilft Ihnen gerne dabei, die notwendigen Formulare für einen Bildungsgutschein vom Jobcenter auszufüllen.

Dieser ADR Schein muss alle fünf Jahre wieder verlängert werden. Sollten Sie bereits im Besitz einer ADR Karte sein, so denken Sie rechtzeitig daran, wieder ein Aufbauseminar zu besuchen. Auch dafür können Sie zur FAR kommen. Denken Sie daran rechtzeitig Ihr Wissen aufzufrischen, denn wenn die Gültigkeit der Karte erst einmal abgelaufen ist, müssen Sie erneut eine Erstschulung mitmachen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_die_internationale_Bef%C3%B6rderung_gef%C3%A4hrlicher_G%C3%BCter_auf_der_Stra%C3%9Fe

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